Wer nicht mobil optimiert, der verliert – so rettest du dein Google-Ranking

19. März 2015 von Sebastian Maier

Die mobile Optimierung einer Website wird zu einem wichtigen Rankingfaktor bei Google

Wer besitzt heutzutage kein Smartphone oder ein sonstiges mobiles Endgerät? Genau – so gut wie niemand. Laut einer Untersuchung von eMarketer werden in 2015 global über eine Milliarde Menschen ein Tablet nutzen. Die internationale Social-Media-Studie Wave der Media- und Marketing-Agentur UM zeigt zudem, dass es in Deutschland mittlerweile mehr Smartphone- als Laptop-Nutzer gibt.

Solche Zahlen sind unter anderem der Grund, warum wir bei smooster in Kundengesprächen und in unseren Blogartikeln immer wieder die mobile Optimierung von Websites empfehlen.

Jetzt geht es beim Responsive Design jedoch nicht mehr nur um Benutzerfreundlichkeit. Google kündigte im Februar an, dass die “mobile friendliness” von Websites ab dem 21. April 2015 weltweit zum knallharten Ranking-Faktor wird. Heißt konkret: Der Googlebot wird die mobile Optimierung in seinen Ranking-Algorithmus einfließen lassen und die Seiten “bestrafen”, die sich dem nicht anpassen.


Optimales Sucherlebnis für mobile Nutzer

Warum tut Google das? Der Suchmaschinenbetreiber möchte seinen Nutzern ein optimales Sucherlebnis bieten. Da diese verstärkt via Smartphone & Co. ins Netz gehen, sollen ihnen nun auch bevorzugt die Websites präsentiert werden, auf denen sie komfortabel mobil surfen können.

Aus Gesprächen mit unseren Kunden – Designern und Agenturen – erfahren wir immer wieder, dass Unternehmen für die mobile Optimierung nur Geld ausgeben wollen, wenn als Belohnung erhöhter Traffic winkt. Diese Einstellung könnte sich unserer Einschätzung nach nun gewaltig ändern. Schließlich möchte niemand kampflos sein Google-Ranking aufs Spiel setzen.


Was der Algorithmus beachten wird

In einer Meldung von November 2014 kündigte Google bereits an, dass die Optimierung für die mobile Nutzung von seinem Algorithmus zukünftig positiv bewertet werden wird. Darunter versteht der Suchmaschinenbetreiber, dass...

  • kein Flash verwendet wird,
  • Links groß genug sind, damit sie auch per Touch leicht angeklickt werden können,
  • man nicht zoomen muss, damit eine Website lesbar ist,
  • die Größe der Website sich der jeweiligen Bildschirmgröße anpasst.


Was tun?

Ob deine Website ausreichend mobil optimiert ist, kannst du auf dieser Seite von Google testen. Auch gibt es unter diesem Link die Anleitung, wie man seine Website für Mobilgeräte optimiert. Natürlich kann man auch den Webentwickler seines Vertrauens mit diesem Thema beauftragen.


Blick in die Zukunft

Aber bei der Aktualisierung des Algorithmus wird es alleine nicht bleiben. Momentan experimentiert Google noch mit Hinweisen in den Suchergebnissen zu mobil optimierten Websites.

Eine mögliche Variante, die wir im Magazin WebsiteBoosting gesehen haben, könnte ein durchgestrichenes Smartphone-Icon vor dem Suchergebnis sein. Also eine Art Warnung, dass die Website nicht mobil optimiert ist.

Eine weitere Variante wäre ein textlicher Hinweis vor dem Ergebnis, dass die Website “mobile friendly” ist.

Eine Beispiel, wie Google zukünfitg auf die mobile Optimierung in den Suchergebnissen hinweisen könnte.

(Bild: Google)


Welche Form von Hinweis Google am Ende wählen wird, ist momentan noch offen. Unbestrittener Fakt ist aber, dass die mobile Optimierung immer wichtiger wird. Möchte man nicht sein Ranking und damit die Besucherzahlen gefährden oder aufgrund mangelnder Mobiltauglichkeit abgewarnt werden, sollte man rasch handeln.



(Headerbild: Foto von Phil Dolby, flickr.com/Creative Common Licence)

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