Webdesign Trends 2013 - Era of Content & Grid-Design 

18.10.2013 von

Über die Hälfte des Jahres ist bereits vergangen und es lohnt sich einen Überblick über die aktuellen Webdesign Trends 2013 zu machen. Dazu zählen Phänomene wie das sogenannte Flat Design, die vor allem grafische Trends sind. Aber auch neue Möglichkeiten in der Umsetzung sorgen dafür, dass viele Websites 2013 mit neuen Funktionen wie Parallax-Scrolling und großflächigen Videohintergründen aufwarten können.


Das tolle an Trends ist, dass sie sowohl Designer, als auch Programmierer herausfordern. Es kommt also auf die Kreativität und Handfertigkeit aller Beteiligten an, um Designs zu schaffen, die sich von dem Einheitsbrei der Baukastensysteme abheben. 


Aber Trends sind eben auch immer Schwankungen unterworfen.

Mit welchen Trends werden wir es auch 2014 noch zu tun haben?  

Was ist bei der Umsetzung dieser Trends zu beachten?


Da ich selbst kein Designer bin, sind in diesen Post zwar auch meine Eindrücke von Projekten eingeflossen, die wir mit smooster dieses Jahr umgesetzt haben. Vor allem stütze ich mich bei der Auswahl der sechs Trends aber auf die Meinung von Designern, die ich am Ende des jeweiligen Artikels verlinkt habe.  Der erste Teil wird sich zunächst mit zwei Trends beschäftigen: die Relevanz von Inhalt und Grid- bzw. Metro-Design. Danach folgen dann Flat-Design und großflächige Videos als Hintergründe und schließlich Responsive Design und Parallax-Scrolling. 


Einer der wichtigsten Faktoren, der Web Trends 2013 beeinflusst hat, ist laut Marcin Treder eine Besinnung auf die Relevanz des Inhalts. Treder spricht sogar von einer “Era of Content”, aber wodurch genau zeichnet sich diese neue Ära aus?


Era of Content

Die Menge von Informationen, die wir konsumieren nimmt immer mehr zu. Natürlich ist das Design wichtig um Besucher auf eine Seite zu ziehen und dort zu halten. Aber gerade wegen der Flut von Informationen die wir täglich navigieren, sind wir froh, wenn wir schnell und einfach die Information finden, die wir suchen.


Diese neue Relevanz des Inhalts hat zu mehr Minimalismus im Design und einer Vereinfachung und Klarheit des Designs geführt. Der Besucher soll möglichst wenig Ablenkung erfahren. Auch die Landing Pages von mobilen Apps, die zu einer direkten Handlung beim Besucher führen sollen, sind ein Teil dieses Trends. Auf diesen klaren, simplen Seiten treten besonders Typografie und Icons mehr in den Vordergrund.


Aber auch jenseits von Design ist die Bedeutung des Inhalts gestiegen. Mit HTML5 ist es jetzt möglich die Kommunikation zwischen dem Inhalt der Seite und den Suchmaschinen zu verbessern. So können die Seiten wiederum besser gefunden und platziert werden und der Besucher kommt noch leichter ans Ziel. Auch die immer weiter fortschreitende Ablösung von Flash durch Javascript hat die Lesbarkeit des Inhalts für Suchmaschinen verbessert. Text in Animationen ist dank Javascript jetzt für Suchmaschinen besser lesbar.


Ist es also wirklich nicht zu hoch gegriffen von einer Ära des Inhalts zu sprechen? Schaut euch die folgenden Beispiele an und sagt mir was ihr davon haltet.


Takeo Paper Show

Minimalismus lenkt den Fokus auf die Bücher.


Adam Rudzki

Die Selbstvorstellung des Designers steht im Mittelpunkt.


Stronghold

Der Fokus liegt hier auf den Blogeinträgen.


Good Fucking Advice

Es geht um Designinspiration - und die steht im Fokus.


Weltunit

Flat Design als Teil von Minimalismus


旬食予報

Der Fokus liegt auf den Gemüsesorten.


Unit Portables

Grid Design und Minimalismus legen den Fokus auf Content.


Jun Duffy

Das reduzierte Design konzentriert sich auf den Designer selbst.



Grid- bzw. Metro Design

Ein Grid, oder Raster, ist sowohl für Designer als auch für Programmierer nichts Neues. Einen Anteil an der plötzlichen Popularität von diesem Trend hatte auch Microsoft, das Ende 2012 das Betriebssystem Windows 8 im Grid Design veröffentlichte. Aufgrund von rechtlichen Problemen nennt sich die Oberfläche jetzt zwar Microsoft Design Language, der Begriff Metro Design verbreitete sich aber trotzdem.


Auch Programmierer verwenden gerne Raster, da es eine Anpassung des Designs an verschiedene Bildschirmgrößen leichter macht. Zu dem Trend Responsive Design, also Websites, die sich bequem auf großen Bildschirmen aber auch Tablets oder Smartphones anzeigen lassen komme ich im nächsten Teil dieses Artikels.


Hier habe ich für euch einige Beispiele für Grid Design zusammengestellt:


Uniqlo

Die Bekleidungsmarke Uniqlo verwendet Grid Design auf der japanischen Website.


The Verge

Inhalt- oder textlastige Seiten wie Verge organisieren den Inhalt gerne mit Grid Design.


GC Watches

Die Seite verwendet Grid Design.


Millet

Grid Design ermöglicht bereits über den Fold viel Information unterzubringen.


Nero Hair Salon

Der japanische Friseur präsentiert sich in Grid Design.


The Kings of Summer

Film und Charaktere präsentieren sich in Grid Design.


Dazed

Besonders bei Portalen und Newsseiten bietet sich Grid Design an.


Woodwork

Die Seite setzt Grid Design unkonventionell um.


Was meint ihr, gibt es eine Rückbesinnung auf den Inhalt oder ist das zu hoch gegriffen?

Was haltet ihr von raster-basierten Designs?


Quellen:
http://www.topdesignmag.com/great-examples-of-simplicity-in-web-design/

http://webdesignledger.com/inspiration/what-simplicity-really-means

http://www.uxpin.com/web-design-book-of-trends-2013-2014.html

http://www.onextrapixel.com/2013/04/16/60-engaging-examples-of-website-design-with-a-grid-style-featured-gallery/

http://www.webdesigndev.com/inspiration/20-inspiring-grid-based-website-designs

http://www.code47.info/

http://muuuuu.org/



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