Warum du deine Designdateien versionieren solltest & wie es geht

25. Februar 2016 von Sebastian Maier

Mit diesen Tools klappt es ganz einfach mit der automatischen Versionierung

Häufig erzählen wir unseren Kunden davon, dass wir bei smooster ein Versionierungstool für unsere Webprojekte verwenden. Einige von euch sind sehr daran interessiert, da sie entweder selbst für ihr Design gar keine Versionierung durchführen oder aber die Versionierung händisch vornehmen, was beides gewisse Nachteile mit sich bringt.

Die Versionierung händisch vorzunehmen heißt, dass das komplette Projekt und nicht nur die Änderung im Designprogramm der Wahl neu unter dem aktuellen Datum abgespeichert wird. Das sorgt über die Zeit doch sehr für einen Platzmangel auf dem Rechner. Zudem macht das die Suche nach bestimmten älteren Versionen recht umständlich. Man muss das Änderungsdatum schon genau eingrenzen können, um nicht alle Dateien öffnen und durchsehen zu müssen. Das kostet vor allem viel Zeit, weil Photoshop & Co. gerade bei größeren Projekten gerne einmal etwas länger brauchen, um zu laden.

Da wir dies alles nicht in Kauf nehmen wollen, sind wir bei smooster ganz klare Fans von automatischer Versionierung. Doch es gibt noch weitere Vorteile der Versionierungstools:


Für eine Einzelperson

Es ist direkt im Tool ersichtlich, was geändert wurde. Zudem kann man vorherige Versionen schnell und einfach aufrufen. Manche Tools bieten sogar eine visuelle Versionierung. In einigenTools kann man darüber hinaus Änderungsvorschläge machen, beispielsweise bei pixelaps und invisionapp. Das ist vor allem auch für die Kommunikation mit dem Kunden eine tolle Möglichkeit.


Für ein Team

Für ein Team haben die Versionierungstools natürlich dieselben Vorteile wie für eine Einzelperson. Aber für ein Team bieten sie noch weitere nützliche Optionen. Arbeiten beispielsweise mehrere Designer an einem Projekt, ist ersichtlich, wer welche Änderungen vorgenommen hat. Auch kann man sich, bevor man Änderungen macht, stets die aktuellste Version aus dem Tool ziehen. So arbeitet nie jemand an einer veralteten Datei.

Hier ein paar Design-Versionierungs-Tools, die ihr euch anschauen könnt:

Dass die Versionierung nur Vorteile hat, ist denke ich unstrittig. Dies gilt allerdings nicht für die Tools. Aus meiner Sicht gibt es bei den Tools zwei Punkte, über die man sich im Klaren sein sollte. Beide haben mit dem Speichervorgang deiner Designdateien zu tun.

  1. Ladezeiten – Standardmässig speichern alle vier Tools deine Daten in der Cloud und damit nicht im eigenen Netzwerk. Dadurch kann das Speichern und Laden bei schlechter Internetverbindung etwas verzögert sein. Ist das schlimm? Nun ja, es geht ja “nur” um die Versionierung, man kann also am Design weiterarbeiten, nur bei schlechter Verbindung eben nicht so zügig auf die Versionen zugreifen. Ob man damit leben kann, muss man selbst entscheiden.
  2. Der Speicherort – Auch hier gilt standardmässig für alle vier Tools zunächst einmal, dass die Daten in den USA (oder zumindest auch in den USA) gespeichert werden. Ist das für euch ein Problem? Wie seht ihr das?

Ich habe bei beiden Punkten bewusst “standardmässig” geschrieben, weil man bei einem Tool – nämlich Folioformac – theoretisch den Speicherort auch selbst hosten kann. Also entweder auf einem eigenen Server (git Server) im Internet oder sogar auf einem eigenen Server im eigenen Netzwerk. Interessiert euch das und wollt ihr dazu mehr wissen? Dann schreib mir gerne eine kurze Nachricht oder kommentiert hier.



Wie macht ihr das? Versioniert ihr händisch oder verwendet ihr ein Tool? Habt ihr euch schon eines der Tools angeschaut? 

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