Warum die Website so wichtig für den Crossmedia-Erfolg ist

22. Januar 2015 von Sebastian Maier

Crossmedia Integration Website

Unsere Endkunden oder auch die Agenturen, mit denen wir zusammenarbeiten, berichten uns immer wieder, wie erfolgreich eine crossmediale Vermarktung verläuft, wenn sie eine Website in das Zentrum der Kampagne rücken. Oft gewinnen sie dann über die Website direkt Neukunden oder erhalten neue Anfragen.

In diesem Artikel möchte ich euch erklären, warum daher aus meiner Sicht eine Crossmedia-Kampagne ohne Website eine Verschwendung von Sales-Potenzial ist.


Was steckt überhaupt hinter Crossmedia?

Wie der Name fast schon sagt, geht es bei Crossmedia darum, mit Interessenten über verschiedene Kanäle sowohl im Online- als auch im Offline-Bereich zu kommunizieren und Traffic auf einen bestimmten Kanal (also die Website) zu leiten.

Das kann beispielsweise bedeuten, dass ein neues Produkt sowohl über digitale als auch über Print-Anzeigen vermarktet wird. Während bei den digitalen Anzeigen die Website dann verlinkt ist, kann sie bei den Print-Anzeigen als QR-Code mit eingebunden werden.

Auf der Website werden die Interessenten schließlich von dem Produkt/der Dienstleistung weiterhin überzeugt und zu einer bestimmten Aktion aufgefordert. In meinem Artikel “Die 10 Säulen eines erfolgreichen Webauftritts” könnt ihr erfahren, wie man eine Website zu einem erfolgreichen Marketinginstrument aufbaut.

Man kann bei einer Crossmedia-Kampagne natürlich auch ausschließlich die geschäftliche Adresse oder die Facebook-Seite angeben. Von Gesprächen mit Endkunden und Agenturen weiß ich, dass viele Unternehmer noch immer der Überzeugung sind, keine Website zu benötigen. Vor allem ist das der Fall, wenn sie ein Ladengeschäft haben oder regional tätig sind. Doch wie ich bereits erwähnt habe, lassen sie sich dadurch einiges an Verkaufspotenzial entgehen.


Verkaufsentscheidungen werden online getroffen

Die “Käuferportal Kunden-Studie 2014” kommt zu der Erkenntnis, “dass die Grundlage des Kaufes zukünftig nicht mehr im Handel getroffen wird, sondern vorab im Internet”.

Des Weiteren ergab die Analyse aus mehr als 1.140 Fragebögen, dass vor einem Kauf eines Produktes ab 4.000 € 95 % aller potenziellen Kunden länger als eine Stunde im Internet surfen, um sich zu informieren. Dabei bevorzugen sie als Informationsquelle auf Platz 1 Vergleichsportale (77 %). Auf der dritten Position kommen bereits Anbieter- und Herstellerwebsites.

Gemäß der bislang größten Befragung von Kleinunternehmen durch TNS Infratest, über die die FAZ unter dem Titel “Kleinbetriebe verschlafen die Digitalisierung” am 11. Dezember 2014 berichtete, verzeichnen die Unternehmen sehr häufig ein Umsatzwachstum, die sich digital als gut bis sehr gut aufgestellt sehen sprich, die eine Website besitzen. Fast jedes zweite dieser Unternehmen (44 % Prozent) befindet sich in einer Wachstumsphase.

Eine Website ist also unerlässlich, wenn man all die genannten Verkaufs- und Umsatzchancen abschöpfen möchte. Wichtig ist dabei auf jeden Fall, dass die Website gut gestaltet und entwickelt ist. Vor allem die Ladezeiten spielen eine Rolle, da ab >3 Sekunden bereits 60 % aller Besucher die Website wieder verlassen.


Prozessoptimierung/Tracking

An einer Website sind vor allem auch die vielfältigen Möglichkeiten zur Prozessoptimierung und zum Tracking interessant.

Beispielsweise können einige verkaufsfördernde Maßnahmen, die offline nur mit einem hohen Budget möglich sind, online günstig umgesetzt werden. Dabei handelt es sich beispielsweise um Kundenkarten mit Rabattsystem oder den Aufbau eines Newsletters.

Der Erfolg einzelner Werbemaßnahmen kann über die Website mit Tools wie Google Analytics sehr gut analysiert und ausgewertet werden. Auch lässt sich somit einfach herausfinden, wo noch Verbesserungsbedarf besteht.

Dazu ist es wichtig, dass alle Funktionen des Trackingtools ausgeschöpft werden, um vergleichbare Daten zu gewinnen und regelmäßige Verbesserungen durchführen und messen zu können. So kann man meist umfangreichere und gleichmäßigere Daten über seine Kunden erhalten, als wenn sie im Laden befragt werden.

Mehr Infos zum Analysieren einer Website mit Google Analytics findet ihr in den Artikeln “Google Analytics richtig nutzen” Teil 1 und Teil 2.


Öffnungszeiten 24/7

Mit nur einem Klick können Kaufinteressenten eine Unternehmenswebsite aufrufen. Sie empfinden es oftmals als komfortabler und einfacher, sich im Netz zu informieren, als direkt in einen Laden zu gehen. Auch gibt ihnen die Website die Möglichkeit, sich fernab der geschäftlichen Öffnungszeiten über ein Produkt oder eine Dienstleistung zu erkundigen.

Zudem kann eine Website überregional oder sogar international und mehrsprachig zu den gewünschten Keywords gefunden werden. Auf gut Deutsch: Es ist möglich, Produkte online weit über das Einzugsgebiet eines Ladengeschäfts zu verkaufen.

Um all diese Vorteile der Verfügbarkeit im Internet zu nutzen, ist eine einfache Kontaktaufnahme für Kunden essenziell, wie die bereits oben zitierte “Käuferportal Kunden-Studie 2014” ergab.


Kunden “wiedertreffen”

Wenn ein Kunde einmal einen Laden verlassen hat, ist es nicht sicher, ob er jemals wieder mit dem Geschäft in Kontakt kommen wird – außer er hat sich beispielsweise für eine Kundenkarte oder Ähnliches angemeldet. Bei einer Website gibt es hingegen mehr Möglichkeiten, Kunden zu binden, beispielsweise durch eine Anmeldung zum Newsletter oder durch Retargeting-Werbung. Bei Letzterem wird der Kaufinteressent auf anderen Websites mit gezielter Werbung erneut angesprochen.

Eine Website ist heutzutage also einfach das unerlässliche Zentrum für Marketingaktivitäten auch von kleineren Unternehmen. Dabei muss die Crossmedia-Kampagne noch nicht einmal besonders umfangreich aufgesetzt sein. Auch im kleinen Rahmen macht es Sinn, eine Website über verschiedene Kanäle zu bewerben.

Ob für kleine Kampagnen oder wie es so oft der Fall ist mit größerem Zeit- und Kostenaufwand verbundene Kampagnen, die Website sollte optimal aufgebaut sein, um zu konvertieren. In Kürze erkläre ich euch hier auf dem Blog, wie das funktioniert. Bleibt also dran :)!


(Headerbild: Foto von Michael Kappel, flickr.com/Creative Commons Licence)

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