Videos einbinden: So bringt ihr bewegte Bilder auf Websites!

26. Februar 2015 von Sebastian Maier

Bewegte Bilder durch Videos

Der Siegeszug von YouTube und ähnlicher Video-Plattformen beweist, dass Menschen Internetvideos einfach lieben! Dies liegt vor allem daran, dass durch bewegte Bilder Emotionen, Persönlichkeiten und Informationen sehr viel besser vermittelt werden können als durch Fotos oder Texte.

Daher fertigen immer mehr Unternehmen Imagevideos oder virale Werbevideos an, die sie online verbreiten. Auch bei smooster spüren wir den Trend hin zu bewegten Bildern deutlich. Unsere Kunden fragen immer häufiger die Videoeinbindung in ihre Website oder in die ihres Auftraggebers bei uns an.

Was es zu beachten gibt...

Bei so einer Anfrage erklären wir unseren Kunden zunächst, dass es mehrere Arten gibt, Videos einzubinden. Entweder wie gewohnt als Komponente auf einer Website oder als Design-Element im Hintergrund. Auch besprechen wir mit ihnen, welcher Aufwand auf sie zukommen könnte, wenn sie das Video für die Website erst noch anfertigen müssen.

Denn hinter wenigen Minuten Film können je nach Qualität Hunderte bis Tausende von Euros an Produktionskosten stecken. Auch wenn man Videos selbst anfertigt, muss man ein Konzept entwickeln, den Dreh durchführen, das Material schneiden, die Musik auswählen etc. Ein nicht unerheblicher Aufwand! Auf gruenderszene.de findet ihr 7 aus meiner Sicht sehr wertvolle Praxistipps zum Aufbau einer Videostrategie im Unternehmen.

Hosten kann man Videos über Plattformen wie YouTube oder Vimeo, die eine sehr einfache Einbindung in die Website ermöglichen. Die durch die Videos erzeugten Seitenaufrufe, bzw. der sogenannte Traffic,  “gehören” dann aber auch der Videoplattform.

Eine andere Möglichkeit ist es, die Videos bei sich selbst zu hosten. Dann bleibt auch der Traffic auf der eigenen Website. Hierfür müssen aber verschiedene Videoformate zur Verfügung gestellt werden, damit das Video in den unterschiedlichen Browsern und Endgeräten angezeigt werden kann.

Im Folgenden werde ich euch zunächst einige Beispiele für die Einbindung von Videos zeigen und dann das Thema Hosting noch etwas genauer unter die Lupe nehmen.


3 Beispiele für das Einbinden von Videos

An diesen drei Beispielen möchte ich euch erläutern, wie wir bei unseren Kunden und auf unserer eigenen Website die Videoeinbindung umgesetzt und was wir dabei beachtet haben.

www.holzbauwerte.de

Imagefilm der Firma Holzbau Elsässer als Designelement


Der Imagefilm der Firma Holzbau Elsässer zeigt die präzise Arbeit und die Liebe zum Detail bei der Verarbeitung der Holzprodukte. Er wurde als Designelement und Hingucker direkt in die Startseite der Website über YouTube eingebunden. Der Film startet erst, wenn der Benutzer auf den Play-Button klickt, damit auf der Website keine Unruhe entsteht.

Ich persönlich finde es immer benutzerfreundlicher, wenn Videos beim Aufruf einer Website nicht von alleine abgespielt werden. Wem der automatische Start eines Clips jedoch wichtig ist, der sollte zumindest den Ton standardmäßig auf lautlos stellen. Auch die Social-Media-Plattform Facebook beispielsweise nutzt seit ein paar Monaten das Abspielen von auf lautlos gestellten Videos, um mehr Aufmerksamkeit auf den bewegten Content ihrer Werbetreibenden zu lenken.


gonzales-zahntechnik.de

Video im Content-Bereich auf González Zahntechnik


Zahntechnikmeister José de San José González ist ein internationaler Fachreferent auf dem Gebiet der Zahntechnik. Auf seiner Website zeigt er unter der Rubrik
Fortbildung verschiedene Videos rund um das Thema.

Die Videos wurden nicht von dem Zahntechnikmeister selbst erstellt, sondern wurden ihm von einem Lieferanten zur Verfügung gestellt. Eingebunden wurden die Clips über YouTube. Daran erkennt man: Auch fremde Videos können eine sehr gute Möglichkeit sein, den Inhalt einer Website aufzuwerten.


smooster.com

smooster Video als kleine Animation in der Website

Die Entscheidung dafür, unser smooster Video selbst zu hosten, fiel vor allem, weil wir den HTML5-Videotag testen wollten. Kurz zum Hintergrund: HTML5 machte es zum ersten Mal möglich, Videos ohne Flash direkt in eine Website einzubinden. Auch wollten wir die Streaming-Funktion unserer Hosting-Lösung über einen Amazon S3 Bucket ausprobieren, der speziell dafür konfiguriert ist.

Diese Entscheidung brachte noch weitere Vorteile mit sich. So konnten wir das Video auch optisch daran anpassen, wie wir es im Layout benötigten – also ohne Toolbar, mit Loop etc.

Falls ihr auch auf diese Weise Videos selbst hosten möchtet, solltet ihr darauf achten, das Video in den gängigen Formaten zur Verfügung zu stellen. Diese sind MP4, WebM und Ogg (Dateiendung ogv).


Hostingmöglichkeiten – Vor- und Nachteile

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Video, das in eine Website eingebunden werden soll, zu hosten bzw. in eine Website zu integrieren. Der benötigte Speicherplatz ist bei Videos in der Regel größer als bei anderen Inhalten wie z. B. Bildern oder PDFs. Für das Betrachten des Videos bietet sich daher die Streaming-Technik an, bei der die Datei nicht auf den PC des Nutzers geladen, sondern direkt übertragen wird.

Da hierfür auf Seiten des Hosters der Speicherplatz groß genug sein muss, ist dies ein wichtiges Auswahlkriterium für einen Provider. Video-Hoster bzw. -Plattformen bieten naturgemäß ausreichend Speicherplatz, bei anderen Anbietern sollte dies im konkreten Fall überprüft werden.

Im Folgenden konzentrieren wir uns auf drei verschiedene Hosting-Formen: Free-Video-Hoster wie z. B. YouTube, Business-Video-Hoster wie Wistia und Selbst-Hoster wie z. B. Amazon Simple Storage Service (S3). Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, haben alle diese Lösungen ihre Vor- und Nachteile.


Die Free-Video-Hoster

Beginnen wir mit den Free-Video-Hostern. Hier liegt der Vorteil klar auf der Hand: Das Hosting kostet nichts. Das ist bei Videos besonders angenehm, da sie auf Grund ihrer Größe einiges an Internetverkehr verursachen und dies meist recht teuer ist. Außerdem bietet z. B. YouTube einen Videoplayer und verschiedene Analysefunktionen, und erstellt die notwendigen Formate.


Beim richtigen Einsatz von YouTube & Co. können diese Plattformen sogar neue Besucher auf die Website bringen, deren Neugier durch das Video geweckt wurde. Aber es gibt auch Nachteile. Die Rechte am Video werden teilweise an die Plattform abgetreten. Auch finanzieren sich Freehoster meist über Werbung – es ist also nicht ausgeschlossen, das im oder um das Video herum Anzeigen von Mitbewerbern angezeigt werden.



Die Business-Video-Hoster

Als Alternative dazu gibt es Business-Video-Hoster wie Wistia. Hier wird dem Nutzer mindestens der gleiche Funktionsumfang wie bei YouTube geboten – nur ohne Probleme mit den Rechten und ohne ungewollte Werbeeinblendungen. Es gibt sogar inzwischen einen Free-Account, die bezahlten Accounts beginnen ab $25/Monat. Meist bieten die Business-Hoster bessere Analytics-Funktionen.



Das Selbst-Hosting

Wer sein Video selbst in verschiedenen Formaten generieren kann, ein eigenes Analytics-Tool für Videos nutzt und auch beim Videoplayer eigene Vorstellung hat – z. B. den HTML5-Videoplayer der Browser nutzen möchte – der kann sein Video auch auf reine Streaming-Hoster wie Amazon S3 setzen. Diese sind im Gegensatz zu Business-Hostern meist preiswerter, aber bieten ähnliche Vorteile.


Videos in der mobilen Nutzung

Wer seine Videos bei YouTube oder Wisita hostet, muss sich um mobile Geräte keine Gedanken machen, da alle bekannten Endgeräte mittlerweile unterstützt werden.

Beim Selbst-Hosting muss man jedoch eigenständig die mobile Optimierung im Blick haben. Viele Videoplayer basieren immer noch auf der Flash-Technologie, die aber heute von den meisten mobilen Geräten nicht mehr angezeigt wird. Und damit man die bewegten Bilder auch beim mobilen Surfen genussvoll ansehen kann, sind das Streaming und alternative, kleinere Video-Auflösungen von noch größerer Bedeutung als beim Desktop-Computer.


Unser smooster Fazit

Für Informationsvideos empfehlen wir bei smooster die Nutzung von Plattformen wie YouTube oder Wistia, je nach Anwendungszweck und Budget. Wenn Videos als Designelemente genutzt werden, kann es in Einzelfällen einfacher sein, diese über einen Webspeicheranbieter wie Amazon S3 zu hosten. In diesem Fall übernehmen wir für unsere Kunden übrigens gerne die Einrichtung und Abwicklung.



(Headerbild: Foto von Eric Wüstenhagen, flickr.com/Creative Common Licence)

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