Treibstoff für SEO und Marketing: Darum brauchst du einen Firmenblog

6. August 2015 von Sebastian Maier

Corporate Blogging ist ein Gewinn für SEO und Marketing

Immer mehr kleine und große Unternehmen setzen auf Firmenblogs, in denen sie mal über ihr Unternehmen, mal über Themen rund um ihr Angebot berichten. Doch was haben Firmen davon, sich mit viel Mühe und Aufwand ihren Platz in der Blogosphäre zu erkämpfen? Und mit welchen Inhalten kann ein Corporate Blog wirklich trumpfen?

In diesem Artikel möchte ich euch Tipps und Hinweise rund um das Thema Corporate Blogging geben, denn bei smooster betreiben wir schon fast von Anfang an mit großer Begeisterung unseren Blog und haben mittlerweile einige Erfahrungswerte vorzuweisen. Die technische Seite haben wir übrigens ausgeklammert, da wir das bei Bedarf gerne für euch oder eure Kunden übernehmen:).


Gründe für einen Firmenblog

Was motiviert Unternehmen dazu, Ressourcen in die Erstellung und Pflege eines Blogs zu stecken? Die Gründe dafür sind vor allem im Bereich SEO und im Marketing zu finden.

Verbessertes Ranking durch relevante Inhalte

In unseren Webinaren zum Thema Webtrends spreche ich immer wieder über eine Entwicklung, die mittlerweile zu einer Konstanten geworden ist: Für ein hohes Ranking verlangt Google relevante, hochwertige Inhalte, am besten so viele wie möglich.

Was hat das mit einem Blog zu tun? Ganz einfach, über diesen könnt ihr den Content eurer Website im Prinzip unbegrenzt vervielfachen und aufwerten.

Dass das funktioniert, zeigt uns beispielsweise das Webprojekt Wikipedia. Warum ist diese Seite bei so vielen Suchbegriffen auf den ersten Plätzen? Weder ist die Website besonders schön, noch arbeiten gut bezahlte Suchmaschinenoptimierer an ihr. Doch die Inhalte sind absolut relevant und geben dem Nutzer genau die Information, die er sucht. Außerdem sind die einzelnen Artikel sehr gut innerhalb der Website vernetzt. Wo schaut ihr nach, wenn ihr wissen möchtet, was im Paläolithikum passiert ist? Genau ;).

Verbessertes Ranking durch Keyword-Streuung

Für jede Website gibt es eine Keyword-Strategie oder zumindest Sales-relevante Keywords, unter denen man gerne gefunden werden würde. Auf einem Blog kann man diese Keywords in den verschiedenen Artikeln immer wieder pushen und somit das Ranking der Website erheblich verbessern.


Besucher auf der Website halten

Mit einem eigenen Blog könnt ihr Inhalte zu dem Themengebiet eurer Firma bereitstellen, ohne den Besucher durch Links auf fremden Content von eurer Website zu losten. So verbringt der Besucher mehr Zeit auf eurer Seite, während er sich durch die Artikel klickt. Dabei kann es zu jedem Zeitpunkt passieren, dass er das Ziel der Firmenwebsite erfüllt – die Kontaktaufnahme, die Newsletter-Anmeldung oder den Kauf.


Expertenpositionierung

Jeder kann sich als Experte bezeichnen – doch ein überzeugender Artikel zeigt Expertentum klarer auf als viele Worte. Außerdem wissen potentielle Kunden dadurch sofort, an wen sie sich für Rückfragen oder die Erstellung eines Angebots in einem Unternehmen wenden können.


Guter Content

Nachdem das Warum eines Firmenblogs geklärt ist, könnt ihr es bestimmt kaum abwarten, selbst in die Tasten zu hauen :). Doch damit stehen viele schon vor der ersten Hürde. Welche Inhalte sollen überhaupt in den Blog?


Ein Blick hinter die Kulissen

Neben seiner Funktion für das SEO kann man auf einem Blog auch die eigene Firma präsentieren und einen Blick hinter die Kulissen bieten. Emotionale Markenbindung ist hier das Stichwort. Damit kann durch den Blog ein Kontrast zu den häufig nüchternen, kurzen Marketingtexten auf der Website geboten werden.


Arbeitsweise vorstellen

Durch Referenzstories bzw. Showcases kann man sehr gut darstellen, wie man arbeitet und welche individuellen Probleme man beim Kunden gelöst hat. So können potentielle neue Kunden sich einen Eindruck davon machen, wie ein Auftrag ablaufen könnte und welche Vorteile man ihnen bietet.


Trends kommentieren

Es passiert immer etwas in eurer Branche. In einem Blogartikel könnt ihr darauf reagieren, Trends kommentieren und eure Expertise aufzeigen. Ein zusätzlicher Bonus: Ist ein Thema noch recht frisch, gibt es dazu weniger Content-Konkurrenz und ihr werdet mit Sicherheit durch erhöhten Traffic belohnt.


Aufbau eines Firmenblogs

Layout
Doch nicht nur der Content zählt, auch das Design des Firmenblogs sollte überzeugen. Da der Inhalt immer die tragende Rolle spielen sollte, kann bei einem Blog layouttechnisch gesehen weniger manchmal wirklich mehr sein. Am besten ist es, wenn das Design zur Corporate Identity passt – die Verbindung zur Firmenwebsite sollte immer deutlich, wenn auch nicht zu aufdringlich, vorhanden sein.


Interne Verlinkungen
Wie oben bereits erwähnt: Durch eine interne Verlinkung der einzelnen Artikel hält man fachlich interessierte Besucher länger auf seiner Website.


Kommentarfunktion
Ein besonderes Augenmerk sollte man auf die Kommentarfunktion richten. Durch das Anregen und Beantworten von Kommentaren bindet man seine Leser noch stärker und kann sein Expertentum weiter steigern. Durch dieses Vertrauen entstehen im besten Fall neue Kundenbeziehungen.


Social-Media-Verbreitung
Über Social-Media-Kanäle wie Facebook oder Twitter sollten die Artikel nach Veröffentlichung des Blogartikels verbreitet werden, um mehr Follower zu generieren. Auf diesen Kanälen erfahren die Leser dann auch, wenn ein neuer Artikel online geht. So ruft man sich bei seinen Kunden wieder in Erinnerung.


RSS-Feed
Durch die Einbindung eines RSS-Feeds können Leser den Blog in ihrem Feed abonnieren. Über solch einen Feed kann man alle für sich relevanten Inhalte zusammenstellen und sich immer aktuell informieren. Auch hier sieht man eine Nachricht, sobald ein neuer Blogartikel veröffentlicht wurde.


Einfache Bedienung
Und zu guter Letzt sollte der Blog aus Firmensicht einfach bedienbar sein. Es bringt nichts, wenn man viel Zeit alleine schon dafür benötigt, einen Blogartikel einzupflegen. So geht einem die Lust verloren und spätestens nach zwei Monaten lässt man das Thema Blog schleifen. Das ist immer schade um die bereits eingesetzten Ressourcen.


Organisatorische Tipps

Unsere Kunden sagen uns oft, dass sie keine Zeit für einen Blog haben. Ein erster Tipp wäre die Erstellung eines Redaktionsplans pro Halbjahr oder Jahr, in dem festgelegt wird, wann ein Artikel zu welchem Thema erscheint. So verzettelt man sich nicht mit dem Schreiben und kann Artikel vorproduzieren. Den Redaktionsplan kann man auch wunderbar mit den anderen geplanten Sales- und Marketing-Maßnahmen abstimmen.

Immer noch zu wenig Zeit zum Selberschreiben der Artikel? Relevantes Wissen kann nur vom Profi aus dem Unternehmen kommen, aber das heißt nicht, dass man die Artikel selbst schreiben muss. Stichworte oder ein kurzes Handyvideo reichen oft aus, damit ein professioneller Texter daraus einen guten Text schaffen kann. Dann noch einmal Korrekturlesen und schon ist das Ganze viel einfacher geworden.

Auch kann man Zeit sparen, indem man Inhalte mehrfach verwertet und sie immer wieder streut. Dafür eigenen sich Newsletter, Social-Media-Kanäle oder gegebenenfalls auch Briefmailings oder ähnliches. Vernetztes Denken lautet die Devise.

Man hat sich nun all diese Mühe mit dem Firmenblog gegeben, doch wie gewinnt man Besucher? Wichtig ist es, den Blog auch in andere Marketing-Maßnahmen einzubinden. Beispielsweise kann man automatisch im Footer von E-Mails auf Blogartikel hinweisen. Oder man schickt gezielt einen Artikel an potentielle Kunden oder Stammkunden.

Auch kann es sinnvoll sein, Kunden nach Feedback zu einem Blogartikel zu fragen. Damit verbreitet man nicht nur den Artikel, sondern verstärkt auch die Kundenbindung und erhält interessante Kundenmeinungen.



Wie ist das bei euch? Betreibt ihr selbst einen Firmenblog? Habt ihr euren Kunden schon einmal die Möglichkeit eines Blogs angeboten? Falls ihr eine individuelle Fragestellung habt, beraten wir euch übrigens gerne.

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