Powertools für erfolgreiche Websites

4. Februar 2015 von Sebastian Maier

Powertools für erfolgreiche Websites, um die Crossmedia-Kampagne noch erfolgreicher zu machen.

Letzte Woche habe ich hier im Blog die vier wichtigsten Punkte einer conversionstarken Website aufgelistet und erläutert. Diese sind die Grundpfeiler dafür, damit eine Website als Zentrum einer Crossmedia-Kampagne den gewünschten Erfolg bringt. 

Doch darüber hinaus gibt es noch eine Vielfalt an weiteren Möglichkeiten, die zwar meist mehr Einsatz im Sinne eines höheren Budgets oder Arbeitsaufwands erfordern, aber auch eine größere Wirkung entfalten können. Quasi die Powertools für den Boost eures Website-Erfolgs!

Dem Besucher auf den Fersen bleiben: Retargeting

Nur weil ein Besucher beispielsweise über Facebook oder eine Werbeanzeige auf eine Website gelangt, bedeutet das noch lange nicht, dass er etwas kaufen möchte bzw. wird.

Verkaufspotenzial besteht grundsätzlich immer. Vielleicht ist der Besucher aber erst noch dabei, sich über das Produkt zu informieren. Mit Retargeting kann man dafür sorgen, dass ihm das Produkt im Gedächtnis bleibt, indem ihm auf anderen Seiten Werbung zu dem Produkt angezeigt wird. So ist der Kaufinteressent nicht verloren und schlägt im besten Falle zu einem späteren Zeitpunkt doch noch zu.


Anpassung an den Kaufprozess

Damit das Retargeting funktioniert, werden Codeschnipsel in die Website eingebaut und der Besucher mit einer Art Cookie versehen. Doch das ist noch nicht alles. Auch sollte das Retargeting auf die Bedürfnisse des Besuchers und dessen Position im Kaufprozess angepasst werden.

Es wäre schließlich rausgeschmissenes Geld, wenn jemandem, der gerade ein Produkt gekauft hat, später eine Anzeige mit genau diesem Produkt gezeigt wird. An dieser Stelle würde es mehr Sinn machen, wenn beispielsweise Werbung mit Zubehör zu sehen ist.

Diese Anpassung an den Kaufprozess kann dadurch erreicht werden, dass unterschiedliche Codeschnipsel in die einzelnen Unterseiten eingesetzt werden. Dies funktioniert hervorragend, wenn jede Unterseite thematisch abgegrenzt ist. Sollte man seine Website beispielsweise als Onepager aufgebaut haben, lohnt es sich zu überlegen, diesen in Landingpages für die verschiedenen Stadien im Kaufprozess oder für die unterschiedlichen Produkte aufzuteilen. Mehr zum Aufbau einer guten Landingpage findet ihr übrigens hier.


Mit dem Newsletter Kunden erreichen

Eine weitere Möglichkeit, um Kunden im Gedächtnis zu bleiben, ist die Einrichtung eines Newsletters. Damit kann man seinen Verteiler in regelmäßigen Abständen über wichtige Inhalte informieren. Auch ist dieses Medium eine weitere Möglichkeit, sich als Experte auf seinem Gebiet zu platzieren.

Damit der Newsletter neue Abonnenten erhält, sollte man ihn an passender Stelle in die Website einbinden. Dazu gibt es verschiedene Tools, mit denen sich auch der Versand automatisieren lässt. Bei smooster verwenden wir zum Beispiel Mailchimp, das aus unserer Sicht sehr bedienerfreundlich ist. Auch kann man in diesem Tool praktischerweise direkt die Verteiler verwalten.


E-Mailliste vergrößeren mit Opt-in-Pop-ups

Ein Newsletter lebt von seinen Abonnenten – klar, nur wenn er möglichst viele Empfänger hat, wird er auch gelesen. Um den Abonnentenkreis zu vergrößern, gibt es die Möglichkeit der Pop-up-Einbindung in die Website, die sich für diesen Zweck als sehr effektiv erwiesen hat.

Mehr dazu gibt es in meinem Artikel Opt-in-Pop-ups: Ja oder Nein? Kurz zusammengefasst sollte man bei einem Pop-up auf das Timing achten. Das kann beispielsweise bedeuten, das Pop-up erst nach einer gewissen Zeit einzublenden, also wenn der Besucher ausreichend Interesse an der Website gezeigt hat.  Oder es nur dann zu zeigen, wenn er die Website wieder verlässt. Hier kommt es wie immer auf die Zielgruppe und deren Nutzerverhalten an.


Incentives wirken!

Um mehr Conversions zu generieren, beispielsweise Adressen für den Newsletter oder Einkäufe in einem Shop, werden häufig auch Incentives wie Whitepapers oder Rabatt-Codes eingesetzt.

Bei einem Whitepaper fällt der meiste Aufwand bei der Erstellung des Dokumentes an, da es schließlich einen echten Mehrwert liefern soll. Sobald das Whitepaper erstellt wurde, lässt es sich beispielsweise über einen Newsletterversand via Mailchimp an die Zielgruppe weitergeben.

Rabatt-Codes sind bei Kunden sehr beliebt – wer bekommt nicht gerne einen Preisnachlass? In einem Online-Shop ist die Bearbeitung solcher Codes meist sehr simpel, da der Rabatt ganz einfach im System hinterlegt werden kann. Gibt man den Code ein, wird er automatisch abgezogen. Dies lässt sich jedoch auch ohne Shop-System lösen, indem der Kunde bei der Bestellung den Code angibt und der Dienstleister ihn händisch bei der Rechnung berücksichtigt.


Mit Besuchern chatten

Um die Kontaktaufnahme zu vereinfachen, macht es häufig auch Sinn, eine Chat-Funktionalität einzubauen. Bei der Auswahl eines solchen Systems ist laut unserer Erfahrung darauf zu achten, dass es sich einfach in die Website integrieren und auf den Rechnern der Mitarbeiter installieren lässt. Auch sollte das Bedienen des Chats für den Interessenten benutzerfreundlich sein. Dazu gehören unter anderem klare Signale wie beispielsweise ein Ton, der anzeigt, dass man angeschrieben wurde.

Hierbei ist jedoch zu beachten, dass man über die nötigen Mitarbeiterkapazitäten verfügen sollte, um den Chat zeitlich betreuen zu können. Die Mitarbeiter sollten zudem ausreichend geschult sein, damit sie Anfragen über das Chatsystem kompetent beantworten können. Müssen sie im Unternehmen erst einen Ansprechpartner suchen, ist der Kunde bis dahin vielleicht schon wieder weg.


Testen, testen, testen

Beim A/B-Testing wird die Originalversion einer Website gegen eine veränderte Version getestet. Es ist generell immer wichtig zu testen, doch gerade bei Crossmedia-Kampagnen können kleine Änderungen an der Website einen großen Unterschied bei der Conversion machen. Für das Testing gibt es einige Tools, mit denen man valide Ergebnisse erhalten kann.


Wie ihr seht, gibt es einige Möglichkeiten, den Erfolg eurer Website in puncto Conversions zu boosten. Wie immer kommt es auf euren individuellen Fall an. Bei einer Website funktioniert ein Newsletter besonders gut, aber das andere Unternehmen verkauft seine Produkte online besser, weil es Kunden per Chat berät. Ausprobieren lohnt sich also!


(Headerbild: Foto von Dennis Skley, flickr.com/Creative Common Licence)

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