Opt-in-Pop-ups: Ja oder nein?

6. November 2014 von Sebastian Maier

Opt-in-Pop-ups

Website- und Blogbetreiber wissen, dass eine E-Mail-Liste von unschätzbarem Wert für das Marketing der eigenen Produkte und Dienstleistungen ist.

In jüngster Zeit hat sich das Opt-in-Pop-up, auch Lightbox oder Overlay genannt, auf immer mehr Websites als erfolgreiche Methode etabliert, die E-Mail-Liste zu vergrößern. Doch gleichzeitig werden gereizte Stimmen von Internet-Usern lauter, die sich von diesen die Website kurzzeitig sperrenden Pop-ups mehr als nur genervt fühlen. Ist es also ein “Ja” oder ein “Nein” zu Opt-in-Pop-ups?


Was sind eigentlich Opt-in-Pop-ups?

Auf dem Bild seht ihr das Opt-in-Pop-up, das man auf der Website der amerikanischen Internetunternehmerin Marie Forleo zu sehen bekommt. Bei einem Opt-in-Pop-up handelt es sich also um eine Contentbox mit Aufforderung zur Eintragung in den Newsletter. Der Nutzer muss reagieren. Erst wenn er sich entweder in den Newsletter eingetragen oder die Box mit einem Klick auf das “X” geschlossen hat, kann er wieder mit der Website interagieren.

Opt-in-Pop-up Marie Forleo


Sind Opt-in-Pop-ups effektiv?

Oh ja! Alle Studien und Erlebnisberichte, die ich dazu gelesen habe, sprechen dafür. Unbounce, ein amerikanischer Experte für digitales Marketing, hat beispielsweise Opt-in-Pop-ups an der eigenen Website getestet und konnte damit erreichen, dass sich 14,7 % aller Blogbesucher in die E-Mailliste eingetragen haben. Das ist eine wirklich bemerkenswerte Zahl.

Eine ebenfalls US-amerikanische Food-Bloggerin namens Nikki McGonigal testete acht Monate lang ein Opt-in-Pop-up und verglich die Ergebnisse, die sie dadurch erzielte, mit den Newsletter-Anmeldungen, die über ein Banner auf ihrer Website eingingen. Mit dem Opt-in-Pop-up erzielte sie eine Conversion-Rate von 5,5 %, mit der “normalen” Methode nur 0,4 %.

Es gibt wirklich noch zahlreiche dieser Beispiele und sie kommen alle zum selben Ergebnis: Opt-in-Pop-ups lohnen sich.


Den Nutzererwartungen anpassen

Dennoch sind Opt-in-Pop-ups kein allgemeingültiges Wundermittel, sondern sie sollten den Nutzererwartungen angepasst werden. Beispielsweise spielt das Timing eine wichtige Rolle. Das Opt-in-Pop-up sollte idealerweise 60 Sekunden, nachdem der Nutzer die Website “betreten” hat, erscheinen.

Oder man stellt das Pop-up so ein, dass der Nutzer es sieht, nachdem er einen Post ganz zu Ende gelesen hat was schließlich darauf hinweist, dass ihn der Inhalt gefesselt hat und er möglicherweise dazu bereit ist, sich in den E-Mail-Verteiler einzutragen.

Auch der Call-to-Action und der Mehrwert, der dem Interessenten in der Pop-up-Box kommuniziert wird, spielen eine wichtige Rolle. Der Nutzer muss einen klaren persönlichen Vorteil darin sehen, sich in die E-Mail-Liste einzutragen.

Opt-in-Pop-up Neil Patel


Der Online-Marketing-Spezialist Neil Patel wirbt beispielsweise mit diesem Versprechen in seinem Opt-in-Pop-up: “Give Me Three Months and I’ll Open the Floodgates to Consistently Profitable Traffic for Your Website”. Wer könnte da noch widerstehen und NICHT seine E-Mail-Adresse hinterlassen?


Wie man es nicht tun sollte

Natürlich gibt es bei Opt-in-Pop-ups auch ein paar klare “Don’ts”: Sie sollten nicht zu oft gezeigt werden, da sie Besuchern sonst schnell auf die Nerven gehen. Außerdem dürfen sie auf gar keinen Fall die Nutzer davon abhalten, die Seite wieder zu verlassen. Zu viele Informationen in der Box abzufragen, wird ebenfalls die Conversion-Rate verschlechtern.


Wie steht ihr zu Opt-in-Pop-ups? Nutzt ihr sie und/oder empfehlt ihr sie euren Kunden?


(Headerbild: Foto von Martin Fisch, flickr.com/Creative Commons Licence)

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