Das mobile Netz: Aktuelle Trends und Ausblicke

12.02.2013 von

Mobiles Internet, ob auf dem Smartphone oder dem Tablet, gewinnt in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung - so besitzt z.B. mittlerweile jeder vierte Deutsche Handynutzer ein Smartphone. 

Im Vergleich mit anderen großen europäischen Ländern wie England, Frankreich, Spanien und Italien belegt Deutschland bei der momentanen Verbreitung der Smartphones zwar den letzten Platz, betrachtet man jedoch das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr dann zeichnet sich ein stetiger Aufwärtstrend ab. Die Anzahl der Smartphonenutzer in Deutschland stieg laut einer europaweiten Studie zwischen Oktober 2011 und Oktober 2012 um 14,2% - damit liegt Deutschland mit England auf Platz 2. Nur in Spanien, wo es auch die meisten Smartphonebesitzer in Europa gibt, ist das Wachstum mit 14,8% noch höher. 

Eins ist also klar: die mobile Erreichbarkeit von Webseiten wird für viele Nutzer immer wichtiger und viele Kunden wünschen eine mobile Version ihrer Webseite um von der größeren Reichweite zu profitieren. 


Dabei ergeben sich jedoch auch einige Fragen: Ist die Nutzung von mobilem Internet gleichzusetzen mit der stationären Nutzung? Responsive Design, Apps, mobile Webseiten - was ist was? Und vielleicht die wichtigste Frage: Für wen lohnt sich die mobile Internetpräsenz?


Eine Studie der InitiativeD21 von 2012 unterteilt die Internetnutzer in zwei Hauptgruppen: Digital wenig Erreichte (dazu gehören Gelegenheitsnutzer und Berufsnutzer) und Digital Souveräne (Trendnutzer und Digitale Profis). Wie zu erwarten, ist das mobile Internet mit Smartphone und Tablet bei den Digital weniger Erreichten, im Vergleich zu der Nutzung am Schreibtisch, bisher kaum verbreitet. Betrachtet man jedoch die Internetnutzung der Smartphonebesitzer, so ist die Verwendung von mobilem Internet sowohl bei Digital wenig Erreichten als auch bei den Souveränen mit 57,2% bzw. 60,6% sehr hoch. Es besitzen zwar weniger Digital wenig Erreichte ein Smartphone, der starke Aufwärtstrend bei den Smartphones allgemein und die Bereitschaft dieser Nutzergruppe die Geräte auch wirklich mobil zu verwenden, spricht aber dafür, dass sich mobile Seiten gerade auch für diejenigen lohnen, die sonst nicht viel im Web unterwegs sind. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam bereits eine Studie von 2011. Bereits damals gaben ca. zwei Drittel der Befragten an mindestens einmal am Tag mobile Webseiten aufzurufen. Damit rangiert das mobile Internet nur knapp hinter dem Fernseher (69%) und dem stationären Internet, das 83% angeben täglich zu nutzen.


Aber was genau suchen wir, wenn wir das mobile Netz verwenden?  Dieser Frage, und noch vielen anderen mobilen Trends, ist Google in der Studie “Unser mobiler Planet” im Mai 2012 nachgegangen. 

Wonach suchen wir Deutschen im mobilen Netz?

Google zufolge suchen die meisten Smartphonennutzer nach Produktinformationen (56%). Darauf folgt die Suche nach örtlich bezogenen Diensten wie Anfahrtbeschreibungen, Restaurants und Gaststätten, sowie Tourismusinformationen. 


Wenn man von mobilem Internet hört, dann tauchen drei Schlagwörter besonders oft auf: Responsive Design, Apps und mobile Webseiten. Alle drei Typen stellen eine unterschiedliche Herangehensweise an die Darstellung im mobilen Internet dar und jede hat ihre Vor- und Nachteile.


Auf diese drei Typen und ihre Merkmale werden wir im nächsten Blogeintrag genauer eingehen. 



Quellen:
http://www.comscore.com/Insights/Press_Releases/2012/12/EU5_Smartphone_Penetration_Reaches_55_Percent_in_October_2012
http://initiative21.de/portfolio/mobile-internetnutzung/
http://www.guardian.co.uk/technology/2012/dec/13/mobile-web-facebook-gangnam
http://www.internetworld.de/Nachrichten/Mobile/Zahlen-Studien/Studie-Mobiles-Internet-waechst-rasant-Grosses-Interesse-bei-Noch-Nicht-Nutzern-59601.html
http://think.withgoogle.com/mobileplanet/de/
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