“Es gibt so vieles, was man für Inspirationen und ein kreatives Leben tun kann!”

4. Juni 2015 von Sebastian Maier

Interview von Doro Lis-Fokken von and.kommunikationsdesign zum Thema: Wie designst du fürs Web?

Es geht weiter mit unserer Interview-Serie “Wie designst du fürs Web?”. Dieses Mal gab uns Diplom-Kommunikationsdesignerin Doro Lis-Fokken von and.kommunikationsdesign Einblicke in ihre Arbeitsweise. 

Gemeinsam mit Co-Geschäftsführerin Anne Villiger betreibt sie seit 2007 ihre Ludwigshafener Kreativagentur. Davor war sie seit 1995 als “Einzelkämpferin” selbstständig tätig. Ihr Studium absolvierte Doro an der Fachhochschule für Gestaltung in Mannheim.


Doro Lis-Fokken von and.design


Welche Software verwendest du und warum?
Bei mir sind InDesign und Photoshop im Einsatz, weil ich diese Programme gut kenne. Bis jetzt habe ich keine bessere Alternativen gefunden.


Was ist für dich der Hauptunterschied zwischen einem Design für Print und einem fürs Web?
Ich kann Web und Print nicht miteinander vergleichen. Viele Aspekte wie die Nutzung, die Zielgruppe, die Erreichbarkeit oder die technischen Voraussetzungen sind sehr unterschiedlich.

Print wird gedruckt und verändert sich daher nicht mehr. Websites bleiben dagegen ständig “in Bewegung“, schon alleine durch Browser-Updates oder neue Endgeräte. Auch sind im Web Interaktionsmöglichkeiten vorhanden.


Wo bekommst du deine Inspirationen her?
Es gibt so vieles, was man für Inspirationen und ein kreatives Leben tun kann!

Aus meiner Sicht sollte man sich das Interesse am Austausch und an Gesprächen mit Freunden, Nachbarn, Partnern, Kunden …. also einfach mit den Menschen um uns herum bewahren. Auch gehe ich mit offenen Augen durch das Leben, ob in der Stadt, im Wald oder auf dem Land. Ich besuche gerne das Theater, Konzerte, Ausstellungen oder Museen, aber auch mal etwas außergewöhnlichere Orte wie das Planetarium. Doch es zählen genau so die “Kleinigkeiten” des Alltags: spielen, reisen, wandern, paddeln oder kochen.

Besonders inspiriert mich persönlich das Lesen, von dem ich nicht genug bekommen kann. Ich bin einfach eine Leseratte und hole mir über die Literatur immer wieder neue Perspektiven und Eindrücke.


Welchen Stil/Trend findest du momentan besonders schön?
Mir gefällt der Trend zu einer ausgeblendeten Navigation bzw. die Konzentration auf das "Wesentliche", oder auch Fully Responsive Design, was aber mittlerweile oft schon Standard ist.

Worauf kommt es dir bei Webdesign am meisten an? Was findest du am wichtigsten?

Webdesigntrends ändern sich ständig, mal flach und puristisch, mal voll in Bewegung, mal Schatten oder Effekte, die die Seite überladen. Wichtig ist neben der Art der Darstellung eine entsprechende Präsentation des Unternehmens, also die Werte, für die das Unternehmen steht. Auch konzentriere ich mich mittlerweile mehr auf den Content – früher war der Header wichtiger.


Hast du einen Tipp zu Webdesign, den du eher printlastigen Designern mitgeben möchtest?
Vieles um uns herum ändert sich immer schneller. Die vielen technischen Möglichkeiten erlauben es dem Designer gerade in der heutigen Zeit, neue Wege zu gehen. Es geht darum, das “Alte” zu überdenken und den Blickpunkt zu wechseln. Wichtig ist die Bereitschaft dazu.


Wie hältst du dich über aktuelle Entwicklungen im Web auf dem Laufenden?
Ich tausche mich mit meinem Netzwerk aus, besuche Schulungen, lese Fachmagazine und -blogs, von designtagebuch bis zu Page. Und vor allem frage ich nach, wenn ich etwas wissen und verstehen möchte.


Was schätzt du an der Zusammenarbeit mit smooster?
Die Zusammenarbeit ist sehr gut und vor allem kooperativ. smooster ist ein Partner, der offen für neue Ideen ist und großen Wert auf Austausch legt. Außerdem ist auf smooster immer Verlass – das finde ich toll :-).

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