Die 404-Seite hilfreich gestalten

11. Dezember 2014 von Sebastian Maier

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Hier geht’s nicht weiter! Wer ist ihm nicht schon einmal begegnet - dem Fehler 404, der anzeigt, dass eine Unterseite auf einer Website nicht gefunden werden konnte.

Ein möglicher Text, den ein Internetbenutzer dann vorfindet, könnte so lauten: “404  Seite nicht gefunden” oder “Die Seite, die Sie aufgerufen haben, existiert nicht.”


Ursachen

Der Fehler kann viele Ursachen haben: Ein Tippfehler in der URL, ein veralteter Link oder eine gelöschte Seite. Doch so verschieden die Gründe für den 404-Fehler sind, der kleine Frustmoment der Nutzer ist immer derselbe. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass Besucher eine Website besonders häufig verlassen, wenn sie auf eine 404-Seite stoßen.

Dem kann man entgegenwirken, indem man erstens so genannte tote Links innerhalb der eigenen Website aufspürt, und zweitens “unvermeidbare” 404-Seiten  beispielsweise wenn der Nutzer sich beim Link vertippt – ansprechend und hilfreich gestaltet.


Wo sind die toten Links?

Tote Links innerhalb der eigenen Website, also auf eigenen Content, führen nicht nur zu unzufriedenen Nutzern, sie verschlechtern auch den SEO-Faktor. Grund genug, sie aufzuspüren und sich dann von ihnen zu verabschieden.

Es gibt viele Tools, manche kostenpflichtig und manche kostenfrei, die versprechen, effizient tote Links zu finden. Doch das wahrscheinlich verlässlichste und gleichzeitig keinen Cent kostende Tool ist Google Webmaster Tools.

Nach dem Einloggen lässt sich im Website-Dashboard einer Website die Option “Crawling-Fehler” anklicken.

404-Seite Crawlingfehler Webmaster Tools


Dort kann man erkennen, wie viele interne Links dieser Website der Googlebot nicht crawlen konnte – auf gut Deutsch, wie viele und welche Links auf der eigenen Website tot sind.

404-Seite Crawlingfehler Uebersicht


Im Anschluss kann man mit dem Dead Link Checker von backlinktest.com überprüfen, welche Links auf der eigenen Website auf diese toten Links verweisen und diese löschen bzw. ändern. Der Dead Link Checker spuckt übrigens nicht nur die internen, sondern auch die externen toten Links aus.


Aufbau einer hilfreichen 404-Seite

Wie bereits erwähnt gibt es 404-Fehler, die unvermeidbar sind, beispielsweise wenn sich jemand bei der Eingabe einer URL vertippt. Um den Besucher dann dennoch auf der Website zu halten, sollte die 404-Seite so hilfreich wie möglich aufgebaut sein.

Aus Sicht der Benutzerfreundlichkeit sollte es zumindest Standard sein, dass neben einer Erläuterung des Fehlers ein Suchfeld eingebunden wird, damit der Nutzer schnell und einfach den Content finden kann, wegen dem er gekommen ist. Dies ist außerdem besser für den SEO-Faktor. Eine Webagentur kann dabei helfen, dies einzurichten.

Weiterführende Links, die den Nutzer auf der Seite halten, können ebenfalls sinnvoll sein. Ein Beispiel dafür sind “meistgelesene Artikel” oder sonstiger Content, der sich auf ihrer Website als besonders interessant für Besucher erwiesen hat.

Auch eine Kontaktmöglichkeit zu den Websitebetreibern kann enorm dazu beitragen, dass die 404-Seite den Nutzer nicht abschreckt. Das Logo bzw. Branding der Website und der Zugriff auf die übliche Navigation gibt dem User darüberhinaus das Gefühl, dass er immer noch an der richtigen Stelle ist.


Es geht auch kreativ

Die 404-Seite hat außerdem bereits einige Blüten der Kreativität erweckt und ist vielerorts – wie beispielsweise auf der Emailcenter-Website – mit lustigen Bildern, Texten oder GIFs gefüllt.

404-Seite kreativ gestalten whoops


Weitere Beispiele und Anregungen für 404-Seiten, die dem Nutzer eher ein Lächeln als ein Stirnrunzeln ins Gesicht zaubern, finden sich in dem Artikel “404 Error! Wanna play Pacman instead? – 50 Beispiele für kreative Fehlerseiten” auf t3n.de.


Wie designt ihr eine 404-Fehlerseite?

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