Conversionstarke Websites einrichten - so funktioniert's!

28. Januar 2015 von Sebastian Maier

Conversionsstarke Websites Crossmedia Tracking

Letzte Woche habe ich darüber geschrieben, warum die Website so wichtig für den Crossmedia-Erfolg ist. Nun möchte ich darauf eingehen, wie eine Website optimal aufgebaut sein sollte, damit sie als Zentrum einer Crossmedia-Kampagne konvertiert, und wie der Kampagnenerfolg über die Website auch gemessen werden kann.

Dafür erläutere ich im Folgenden die vier wichtigsten Punkte, die für eine conversionstarke Website beachtet werden sollten: Messbarkeit, mobile Nutzung, die Bereithaltung von Landingpages je Kampagne und die Vorbereitung der Conversion, beispielsweise über ein Kontaktformular, ein Rückrufformular oder Shop-Funktionalitäten.


1. Erfolg messen

Den Erfolg einer Crossmedia-Kampagne über eine Website zu messen ist ganz besonders wichtig - und zwar nicht nur, um erkennen zu können, ob die Maßnahme funktioniert, sondern auch, um daraus Lehren für die Optimierung künftiger Maßnahmen zu ziehen.

Für das Messen kann man verschiedene kostenpflichtige oder auch kostenfreie Tools verwenden. Wir empfehlen unseren Kunden immer die Verwendung von Google Analytics und den Google Webmaster-Tools und binden diese für sie auch ein, falls sie sich mit der Nutzung dieser Dienste nicht auskennen.

Über die Funktion "Kampagnen-Tracking" von Google Analytics lässt sich beispielsweise sehr einfach auswerten, wie viele Besucher über einen bestimmten Kanal auf die Website gelangt sind. Mehr dazu erfahrt ihr in meinem Artikel Google Analytics richtig einsetzen - Teil 2.

Aber neben den Funktionen in den Google-Tools gibt es noch weitere kreative Wege, um den Kampagnenerfolg zu messen. Je nach Kampagne lohnt es sich, hierfür Zeit zu investieren, um den jeweils optimalen Weg herauszufinden. Beispiele sind:

  • Gutschein-Codes
  • Tracking über unterschiedliche Telefonnummern
  • Short-Links  – Url-Shortener bieten immer auch Klickstatistiken.
  • QR-Codes  – Auch viele Tools zum Erstellen von QR-Codes bieten Statistiken an. Eine weitere Möglichkeit ist es, den QR-Code auf eine entsprechende Landingpage zu lenken, die dann natürlich nirgendwo anders verlinkt ist, und gegebenenfalls sogar in der Robots.txt für Google gesperrt wird. (Auch diesen Service übernehmen wir bei Bedarf für unsere Kunden.)


2. Responsive Design

Wenn eine Website nicht für mobile Endgeräte optimiert ist, zielen Crossmedia-Maßnahmen bei Smartphone- oder Tablet-Nutzern ins Leere. Ein QR-Code beispielsweise könnte dann auch nicht zum Einsatz kommen, da er dafür ausgelegt ist, einfach und schnell mit dem Smartphone eingescannt zu werden.

Auch bei einem Briefmailing oder einer Printanzeige ist die Chance hoch, dass jemand die dort angegebene URL kurz nebenbei mit dem Tablet aufrufen möchte. Wenn der Nutzer dann auf eine nicht mobil optimierte Website trifft, die in falscher Auflösung angezeigt wird oder unübersichtlich ist, verlässt er diese in der Regel schnell wieder.

Doch durch eine Website ohne Responsive Design verschreckt man nicht nur Besucher, sondern verschenkt auch bares Geld   nämlich das, das man in das Mailing oder die Anzeige gesteckt hat.


3. Landingpages

In den meisten Fällen macht es bei einer Crossmedia-Kampagne Sinn, auf eine eigens dafür aufgebaute Landingpage zu verweisen. Wieso? Mit einer spezifischen, glasklaren Landingpage ohne unnötige Informationen und mit einem deutlichen Call-to-Action (CTA) ist die Chance auf eine Conversion sehr viel höher.

Dies alles bietet die Startseite eines Unternehmens oder eine Produktseite in der Regel nämlich nicht, wodurch der Besucher frustriert oder abgelenkt wird. Mehr Informationen zu diesem Thema findet ihr in meinem Artikel Aufbau einer guten Landingpage.


4. Kontakt/Conversion

Ob es nun das Ziel der Conversion ist, eine Newsletteranmeldung zu erreichen oder ein Produkt zu verkaufen, der CTA dazu sollte von jeder Unterseite aus leicht zu erreichen sein. Animationen können helfen, ihn in den Fokus des Besuchers zu rücken.

Wenn man auf unserer smooster Startseite beispielsweise mittig links auf das Rechteck "Angebot anfragen" klickt...

Conversionsstarke Websites smooster Angebot Anfragen



… öffnet sich eine Box mit unseren Kontaktinformationen. So möchten wir es Interessenten so einfach und angenehm wie möglich machen, mit uns in Kontakt zu treten. Nach ein paar Minuten ruft sich die Box dem Besucher übrigens durch eine weitere Animation - ein kleines "Hüpfen" - nochmals in Erinnerung.

Conversionsstarke Websites smooster Angebot Kasten


Gerade wenn einiges an Zeit und Geld in eine Crossmedia-Kampagne investiert wird, sollte eine Kontaktaufnahme dann auch leicht gemacht werden. Dabei geht es nicht nur darum, eine höhere Conversion-Rate zu erzielen. Besucher fühlen sich auf einer Website einfach sicherer, wenn sie direkt die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen.

Neben einer Textbox  an präsenter Stelle, die Informationen wie die Telefonnummer oder die E-Mail-Adresse enthält, sind auch das klassische Kontaktformular oder eine Chat-Funktion gute Möglichkeiten, Besucher zur Kontaktaufnahme zu animieren.

Bei einem Kontaktformular ist es wichtig darauf zu achten, dass der Interessent zu Beginn nicht zu viele Felder mit seinen Daten ausfüllen muss. Natürlich freut sich ein Unternehmen darüber, von Anfang an viele Informationen über einen potenziellen Kunden zu besitzen, aber dies erhöht gleichzeitig auch die Hemmschwelle des Interessenten, das Formular abzuschicken.

Ein weiterer Tipp ist es, Fotos von Mitarbeitern und dem Management auf der Website einzusetzen. So verlieren eine Website und ihr Produktangebot die Anonymität. Vertrauen wird geweckt und Sympathien werden gefördert.


Dies waren die vier wichtigsten Punkte, die auf jeden Fall beim Aufbau einer conversionstarken Website beachtet werden sollten. Doch es gibt noch weitere Möglichkeiten zur Optimierung, quasi der Feinschliff oder die Kür. Mehr dazu gibt es kommende Woche hier im Blog!


(Headerbild: Foto von aesop, flickr.com/Creative Commons Licence)

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