Wieso ein CMS nicht teurer sein muss als eine statische HTML Website

21.11.2013 von

Statische Website oder CMS? Lies über die Unterschiede und erfahre wo du sparen kannst.

Wenn wir das erste Mal eine Anfrage von einem neuen Kunden erhalten, kommt es vor, dass wir gefragt werden: "Könnt ihr mir bitte zwei Angebote machen? Eins für eine Umsetzung mit CMS und eins für eine rein statische Website?”.

Der Grund dafür ist meist der gleiche: Der Kunde hat ein begrenztes Budget und die gängige Meinung ist, dass die Umsetzung mit einem CMS (Content Management System) einen Mehraufwand bedeutet - mehr Zeit und mehr Geld.

Aber geht das nicht auch anders?

Statische Website oder dynamisches CMS

Um zu erklären wie es anders gehen kann, will ich hier kurz etwas zu dem Unterschied zwischen einer statischen Website und der Verwendung eines CMS sagen. Wenn dir das bereits klar ist, kannst du direkt zum nächsten Punkt springen.

Der Unterschied zwischen einer statischen Website und einem CMS liegt vor allem in den Bearbeitungsmöglichkeiten. Um eine statische Website zu bearbeiten sind mindestens HTML und CSS Kenntnisse nötig. Für jede Veränderung muss dann in den Code eingegriffen werden. Dabei kann es leicht passieren, dass die Struktur der Website zerstört wird, wenn man sich nicht wirklich gut in dem Code auskennt den man bearbeitet.

Ein CMS macht es möglich Inhalte dynamisch zu bearbeiten. So können auch Benutzer ohne Programmierkenntnisse neue Inhalte erstellen oder aktualisieren. Die Website wird im CMS so umgesetzt, dass von allen Seiten geteilte Inhalte, wie z.B. Header, Navigation oder Footer, gesammelt bearbeitet werden können - d.h. eine neue Telefonnummer im Footer muss nicht auf jeder Seite manuell geändert werden.


Bei einer Website fallen viele regelmäßige und unregelmäßige Veränderungen an, die mit einem CMS direkt umgesetzt werden können.

  • regelmäßige Neuigkeiten aus dem Unternehmen (z.B. das aktuelle Programm eines kleinen Kulturkinos oder die Wochenkarte eines Restaurants)
  • eine Stellenausschreibung
  • kurzfristige Angebote zur passenden Jahreszeit
  • ein neues Mitglied auf der Teamseite
  • ein Blog und vieles mehr  

Für die gängigen CMS wird zunächst anhand des Designentwurfs eine statische Seite in HTML und CSS erstellt. Sie wird dann mithilfe von Template-Variablen wie z.B. PHP an das CMS angepasst, sodass einzelne Elemente der Website im Backend des CMS bearbeitet werden können. Man erstellt also zunächst eine statische Website und hat dann noch einen zusätzlichen Aufwand durch die Anpassung.


Geht das nicht auch anders?

Seit ich vor über 10 Jahren als Freelancer anfing Websites umzusetzen, ist Webdesign in vielen Punkten einfacher und logischer geworden. Heute verwenden wir z.B. Textlinks anstelle von verlinkten Grafiken oder Javascript anstelle von ladeintensiven und SEO-unfreundlichen Flash-Animationen. (5 Tipps, wie du beim Design bereits auf SEO achten kannst, findest du hier: SEO beginnt beim Design)


Die meisten dieser Entwicklungen sind in Wahrheit Vereinfachungen.

  • Wieso sollte man eine Grafik einbinden und verlinken, wenn es sauberer und weniger ladeintensiv ist Text und CSS zu verwenden?
  • Wieso sollte man extra einen Videoplayer in eine Seite einbauen, wenn man Videos mit HTML5 auch direkt in die Website einfügen kann?
  • Wieso sollte man den Umweg über PHP gehen, wenn man direkt mit HTML eine dynamische Website umsetzen kann?

Es ist heute nicht mehr notwendig Websites erst in HTML umzusetzen und dann mit PHP an ein CMS anzupassen. Mit einem dafür ausgelegten CMS wie smooster kann man sich diesen Zwischenschritt ersparen, da die HTML-Website direkt im CMS mit HTML bearbeitbar gemacht wird.


Auch den Umweg, über die Veränderung im Backend zu der daraus resultierenden Veränderung auf der Website, konnten wir herausnehmen. So kann man die Inhalte direkt im Frontend, also in dem nach außen hin sichtbaren Teil der Website, bearbeiten.

Was uns zeigt, dass diese Vereinfachung ein Schritt in die richtige Richtung ist, ist der überraschte Gesichtsausdruck des Kunden, wenn wir ihm sagen müssen, dass wir keine zwei getrennten Angebote erstellen können, weil es bei smooster keinen “CMS Aufpreis” gibt.

Auf die Bearbeitung der Website im CMS hat der Wegfall von dem Aufwand durch zusätzliche Templatevariablen übrigens keine Auswirkung. Außer vielleicht, dass die Inhalte früher eingefügt werden können, weil die Website schneller fertig ist.


Wie ist eure Erfahrung bei der Umsetzung von Websites mit CMS oder statischen Websites?

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