Abo-Modell vs Einzelkauf - Warum wir mehr Flexibilität brauchen 

16.01.2014 von

Abo-Modell vs Einzelkauf - Warum wir mehr Flexibilität brauchen

Musik, Bücher oder Software auf eine schnelle Art und Weise zu erhalten, war noch nie so bequem, wie in digitaler Form über das Internet. Digitale Medien nehmen außerdem keinen Platz im Regal weg. Eine Weiterentwicklung aus dieser leichten Erreichbarkeit sind Abo-Modelle, die digitale Produkte nicht mehr als Abbild einer “echten” Transaktion (Geld gegen gleichwertige Ware) anbieten. Stattdessen erhält man Zugriff auf ein größeres Produktangebot und zahlt einen monatlichen Betrag. Mit der Verbesserung und Verbreitung mobiler Geräte können wir auf diese große Produktpalette nicht nur immer, sondern auch von fast überall aus zugreifen.  


Abo-Modelle sind zum einen bei immer mehr deutschen Startups sehr beliebt, aber auch etablierte Unternehmen orientieren sich immer häufiger daran. So vertreibt Adobe seine Flotte von Grafikprogrammen seit 2013 nur noch als Abo in der Creative Cloud und auch Microsoft bietet seit kurzem Office 365 als Abo-Modell an.

Aber es gibt auch Skepsis gegenüber dem Abokonzept. Vor allem die Kunden großer Unternehmen, die von Einzelkauf-Produkten zu einem Abo-Modell wechseln, haben Unsicherheiten gegenüber Vertragslaufzeiten und das Gefühl vielleicht mehr auszugeben als bei dem gewohnten Einzelkauf.


Warum wir uns trotzdem für das Abo-Modell entschieden haben

Unsicherheiten bei der Umstellung von etwas bekanntem (selbst wenn es Schwachstellen aufweist) auf etwas Neues, wie dem Abo-Modell, kennen wir alle. Wer sich also aus guten Gründen dafür entscheidet sein Produkt in einem Abo-Modell anzubieten, sollte sich dieser Unsicherheiten bewusst sein und sie ernst nehmen.

Abo-Modelle passen sicher nicht zu jedem Produkt. Momentan zeigt sich das auch bei den vielfältigen Aboboxen, die zunächst wie Pilze aus dem Boden schossen und sich zwischen vielen Konkurrenten behaupten müssen.

Wenn wir ein Abonnement abschließen, wollen wir auch einen wiederkehrenden Nutzen erfahren, der die regelmäßige Zahlung sinnvoll macht. Diesen Nutzen zu bieten ist gleichzeitig die Stärke, aber auch die Herausforderung deines Produktes, wenn du dich für ein Abo-Modell entscheidest.


Das Abo-Modell bringt mehr Flexibilität für Kunden und Unternehmen

Für uns war klar, dass wir smooster als Einzelkauf-Option nicht in dem Umfang anbieten können, wie wir es für ein zufriedenstellendes Produkt für nötig halten.

Besonders Software fordert stetigen Wandel und hohe Flexibilität seitens der Entwicklung. Mit der Entscheidung smooster als Abo-Modell anzubieten, ist es uns möglich Leistungen anzubieten, die über die reine Software hinaus gehen. Bei einem Einzelkauf erwirbt der Kunde zwar die aktuellste Version der Software, muss sich von da ab aber selbst darum kümmern, dass sie auch aktuell bleibt.

Software kann im Rahmen eines Abonnements schneller aktualisiert werden. Wir können Updates bei smooster direkter an die Benutzer weitergeben und müssen sie nicht zurückhalten, bis daraus schließlich eine neue Version entsteht, die veröffentlicht werden kann. Das gilt nicht nur für Updates, sondern auch für regelmäßige Wartung, Backups oder Fragen, die bei der Verwendung der Software auftreten. Darum muss sich der Besitzer eines einzeln erworbenen Produkts selbst kümmern.

Wir sind der Meinung, dass diese Leistungen zu einem Produkt dazugehören, das man gerne benutzen möchte. Das Abo-Modell gibt uns die Möglichkeit mit diesen Leistungen flexibel auf die Anforderungen unserer Kunden einzugehen.


Zahlung in kurzen Intervallen statt Vertragsbindung

Wer gegen eine einmalige Zahlung ein Produkt erwirbt schließt keinen Vertrag ab. Aufgrund der einmaligen, häufig sehr hohen Kosten, muss man danach einige Zeit sparen, um sich das Produkt in einer neuen Version zu kaufen. Der Kunde schließt zwar keinen Vertrag ab, bindet sich aber in gewisser Weise an das Produkt, bis er sich ein neues leisten kann.

Abonnements arbeiten mit unterschiedlichen Konzepten, was die Vertragslaufzeit angeht. Häufig gibt es kurze Zahlungsintervalle, sodass ein Wechsel in einen anderen Tarif oder eine Kündigung innerhalb eines Intervalls möglich ist.

Wir haben uns bei smooster für eine monatliche Zahlungsvariante mit der Möglichkeit zu monatlicher Beendigung entschieden. So können wir die Flexibilität, die das Abo-Modell der stetigen Weiterentwicklung von smooster CMS bietet, gleichermaßen an unsere Kunden weitergeben.


Der Kunde wählt das Preiskonzept, das zu ihm passt

Software-Abos ermöglichen dem Kunden auch meist die individuelle Anpassung des Angebots. Wenn du dein Produkt nicht in einer von dir geschnürten Box verkaufst, wieso soll sich der Kunde nicht direkt sein passendes Paket zusammenstellen können?

Eine Variante, die von vielen Startups eingesetzt wird, sind Pakete in unterschiedlichen Größen, sodass der Kunde ein passendes wählen und bei Bedarf auch die Vorzüge eines größeren Pakets hinzunehmen kann. Wir haben uns bei smooster für eine andere Variante entschieden, die noch mehr Anpassung im Einzelnen ermöglicht. Bei dieser Variante gibt es ein Basis-Paket, das unsere Kunden ihren Ansprüchen gemäß durch Erweiterungen individuell anpassen können.


Für uns war die Entscheidung für das Abo-Modell die richtige. Wenn dir diese Entscheidung noch bevor steht, hoffe ich, dass dir dieser Artikel hilft, herauszufinden ob sich eine Abolösung für dein Projekt eignet.


Wie sind eure Erfahrungen bei der Nutzung von Abo-Modellen? Hattet ihr Vorbehalte?

Wenn ihr selbst ein Startup habt, welche Gründe haben euch zu eurem Zahlungskonzept geführt?


Bild: von littlevisuals.co 

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